Schnee und Eis: Der Schmelzprozess

Straßentemperatur, Witterungsbedingungen, Art der Straßenoberfläche, Topographie, Verkehrsmenge und vor allem Zeitpunkt der Streusalzanwendung beeinflussen den Schmelzprozess von Schnee und Eis.

Die Grafik auf der linken Seite zeigt, dass Auftausalz viel mehr Eis pro Kilo bei höheren Temperaturen taut. Die Grafik rechts gibt einen Überblick über die Schmelzzeit von Eis bei der Anwendung verschiedener chemischen Lösungen.

Die Grafik auf der linken Seite zeigt, dass Auftausalz viel mehr Eis pro Kilo bei höheren Temperaturen taut. Die Grafik rechts gibt einen Überblick über die Schmelzzeit von Eis bei der Anwendung verschiedener chemischen Lösungen.


Witterungsbedingungen

Je länger das Auftausalz mit Schnee oder Eis reagiert, desto mehr schmilzt das Eis. Bei Temperaturen über  -8° C braucht das Salz kürzere Tauzeiten. Bei niedrigeren Temperaturen dauert es wesentlich länger. Bei extremen Temperaturen wird kein Auftausalz mehr verwendet, weil der Gefrierpunkt einer Salzlösung bei -21,3°C liegt. Streuen wäre wirkungslos.

Strahlungsenergie der Sonne erwärmt die Straßenoberfläche. Dabei kann sich die Temperatur der Straßenoberfläche um mehr als 7° C über die Lufttemperatur erhöhen. In klaren Nächten wird die Temperatur der Straßenoberfläche niedriger als die Lufttemperatur. Verwenden Sie weniger Salz, wenn die Temperaturen steigen und mehr wenn sie fallen.

Art der Straßenoberfläche

Schnee und Eis schmelzen schneller auf Betonflächen, da der Wärmeverlust schneller ist. Dunkle Oberflächen, wie zum Beispiel schwarzer Asphalt, nehmen mehr Energie auf und können viel mehr tauen.

Topographie

Topographischen Bedingungen (z.B Vegetation), die die Sonnenstrahlung verhindern, beeinflussen das Schmelzen von Eis und Schnee. Es können erhebliche Unterschiede bei Glättebildung festgestellt werden. Die Wahrscheinlichkeit  der Eisbildung steigt.